Februar 26, 2008

Die Peking-Disco

Als ich 2006 in Beijing war, habe ich nach meiner ersten Kluberfahrung das geschrieben:

„Erster Kontakt mit dem samstäglichen Wahnsinn im Ausgehviertel Sanlitun, ein MickyMaus-Oktoberfest mit Rotlicht. Zusammen mit einem Amerikaner treffe ich zwei seiner chinesischen Bekannten, die pausenlos von Geld, deutschen Autos und Frauen reden. Einer nennt sich Peter (ich glaube fast alle nennen sich Peter) und fährt uns in einen Nachtklub. Ein großer Klub mit kleiner Tanzfläche, ganz vielen Tischen und überall Geschmacksverbrechen wie Spiegel und Chrom. Peters Boss gibt wahrscheinlich mehrere Tausend Yuan für diesen Abend aus. Er hat einen Tisch gebucht, dort sitzen wir und werden gnadenlos abgefüllt mit Whiskey und grünem Tee. Der eigens für diesen Tisch zuständige Kellner sorgt für jederzeit volle Gläser und die Tischnachbarn bearbeiten mich mit Gan bei. Ich trinke mehr als ich vertrage, setze mich ins Taxi und fahre nach Hause. Puh. Morgen vielleicht mal ein Museum.“

In der Januarausgabe des Stadtmagazins that’s Beijing kann man lesen, wie sich das Pekinger Nachtleben weiterentwickelt hat:

„Chinese clubs aren’t about the music. They’re about looking flashy at a table dominated by a jug of Chivas and billions of green tea bottles. The dance floor is the excuse to have loud music and rich guys, which is the excuse for women to gussy up and act cute. The Chinese club caters to booth-sitters and fair-weather whiskey drinkers. In the twilight of 2007, Golden Club, which replaced hapless South Street refugee Tanewha in the Tongli Studio, took the next logical step in the evolution of the Beijing disco. They did away with the dance floor all together. So as you sit, deafened by music, blinded by whirling projectors vomiting lasers and kaleidoscopic spectrums, the DJ booth presides over nothing.“

Februar 23, 2008

Gernal Mr. Pnima Mailjazz

Witze über falsche Übersetzungen und andere sprachliche Unzulänglichkeiten mögen abgedroschen sein, schmunzeln muss ich dennoch immer wieder. Diese Bäckerei ist „chain-like“: Vermutlich wird eine Expansion angestrebt, aber bisher gibt es eben nur diesen einen Laden.

Chain-like

Drinnen lernen wir dann etwas über das traditionsreiche Geschäftskonzept der Bäckerei. Die Kekse waren übrigens lecker.

Geschäftskonzept

Februar 22, 2008

Flight of the Conchords

Eine köstliche Musical-Comedy-Serie. Anschauen und lachen. Leider erst 10 Folgen.

Februar 20, 2008

Panzer und Hühner in Selbstbedienung

Ich bin jetzt drei Monate hier und übersehe mittlerweile Dinge, die mir anfangs noch ins Auge gesprungen sind. Im Falle der Fleischtheke bei Wal-Mart konnte die Wiederholung jedoch keine Routine erzeugen – ich war nämlich erst einmal da. Hier die Bilder:

Lecker Kröten

Kröten

Die Farbe ist wählbar

Schwarze Hühner

Februar 13, 2008

Prof. Komlos, ich brauche Socken

Professor John Komlos forscht über den Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und menschlicher Körpergröße. Reich = groß. In Deutschland sind die Zonenkinder in den ersten zehn Jahren nach Mauerfall um zwei Zentimeter gewachsen und haben Ost-West Größenunterschiede nivelliert. Laut Komlos lässt sich die im Vergleich mit Westeuropäern relativ geringe Größe der Nordamerikaner auf den schlankeren US-Wohlfahrtsstaat zurückführen. Außerdem kann man anhand von Knochenfunden 2000 Jahre Wirtschaftsgeschichte dichten.

Und ja, ich sehe es. Pekings Bauarbeiter, meist aus ärmeren Provinzen, sind einen halben Kopf kleiner als die schon seit längerer Zeit wohl ernährten Hauptstadtbewohner.

Aber warum, frage ich mich, gibt es in Pekinger Supermärkten keine Socken in meiner Größe (43) zu kaufen? 25 Jahre enormes Wirtschaftswachstum sind offenbar nicht in den Füßen angekommen. Mist.

Februar 13, 2008

Ohne Kommentar

Hmmm, lecker